Flussfahrt auf dem Sambesi

Anreise von Frankfurt nach Johannesburg, weiter nach Victoria-Falls

Rückflug von Harare nach Johannesburg und weiter nach Frankfurt

Von den Falls mit Boot, Bus und Kleinstflieger nach Harare

 

klick auf Bild zur
Vergrößerung

 

Simbabwe liegt im südlichen Afrika und grenzt unter anderem an Südafrika, Botswana und Mosambik.

Die Hauptstadt ist Harare. Das Land ist bekannt für seine beeindruckende Natur, besonders die Victoriafälle, die zu den größten Wasserfällen der Welt gehören. Die Bevölkerung lebt hauptsächlich von Landwirtschaft, Bergbau und Tourismus. Wichtige Rohstoffe sind Gold, Platin und Diamanten.
Gleichzeitig kämpft das Land seit vielen Jahren mit wirtschaftlichen Problemen wie Inflation, Arbeitslosigkeit und Armut. Das Gebiet Simbabwes war schon früh besiedelt. Besonders bekannt sind die Ruinen von Great Zimbabwe, einer alten Stein-Stadt aus dem Mittelalter. Von dieser Anlage stammt auch der heutige Landesname.
Im 19. Jahrhundert wurde das Gebiet von Großbritannien kolonisiert und hieß lange „Südrhodesien“.
Nach Konflikten und einem langen Befreiungskampf wurde Simbabwe im Jahr 1980 unabhängig.
Erster Präsident war Robert Mugabe, der das Land viele Jahre regierte. Hier wollten wir zwei interessante und abenteuerliche Wochen verbringen.

Wir, das sind 12 Personen und ein Reiseguide (aber ohne Schirm in der Hand). Guide Thomas hat seine Sache sehr gut gemacht. Alles was geplant war hat funktioniert, die Truppe war pünktlich und die Natur atemberaubend.

Führer

Los ging es mit einem Nachtflug von Frankfurt nach Johannesburg und nach kurzem Stopp weiter nach Victoriafalls. Landung und dann Bustransport zu unserer Lodges oder wie sie hier sagen Chalet, oder wie wir bei uns sagen Bungalow. Wir waren die Nummer neun und zehn so dass noch ein Paar kam, aber durch missliche Umstände erst einen Tag später.
Es war gegen 1500 Uhr und so konnten wir uns frisch machen in unserem Chalet bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging. Gleich mal voraus gesagt, wir werden immer genug zu Essen und Trinken haben. Die Verpflegung ist anders als zu Hause, aber gewollt und somit voll akzeptabel. Ein erstes Kennenlernen, wer wo her kommt und dann doch ein zeitiges Zurückziehen in die eigenen Wände zur Erholung.

Eins wird sich fortsetzen, frühes Aufstehen, da die Tierwelt nicht auf uns wartet.

Los geht’s !!!

Tag 1:

Es geht mit einem Bus direkt zu Helikopterstation in der Nähe der Victoriafalls. Alle haben sich für einen Rundflug eingetragen und jeder war neugierig, denn die Meldungen besagte, er Sambesi-Fluss hat einen sehr hohen Wasserstand bevor er über die Klippen fällt. Recht sollten die Propheten haben, denn auf rund 2km Länge und einer ca. Höhe von über 100m ist das ein Spektakel.

Die Fälle gehören zu den größten und bekanntesten Wasserfällen der Welt. Sie liegen zwischen Simbabwe und Sambia.
Er fällt ja in eine Schlucht und verlässt diese nur über einen Abfluss über dem die bekannte Victoriafalls-Brücke geht.Durch die enorme Wassermenge entsteht oft eine große Gischtwolke, die man schon aus weiter Entfernung sehen kann. Deshalb nennen Einheimische die Fälle auch „Mosi-oa-Tunya“, was „Der Rauch, der donnert“ bedeutet.
Entdeckt wurden die Fälle im Jahr 1855 vom britischen Forscher David Livingstone, der sie nach der britischen Königin Victoria benannte. Leute der Flug war ein Muss. Der Preis ist Nebensache wenn die Leistung stimmt. Es sind 12 Minuten Flug, da aber kein Anflug erfolgt ist man sofort mittendrinn und diese diese Zeitvorgaben in Ordnung. Vier Personen in einen Heli, bedeutet jeder hat einen Fensterplatz. Zwei Runden rechts herum und zwei Runden links herum sowie vier Mal darüber bedeutet,
der Farbfilm mit 36 Aufnahmen reicht nicht. Jeder hat für seine Runde freien Blick und das Staunen hört bis zur Landung nicht auf. Landung und ab in eine Gaststätte über der Schlucht gelegen, wo wir Aktivsportlern zusehen konnten, Dinge zu machen für die man einen Waffenschein braucht.
Nachmittag mit dem Bus zum Wasserfall um ihn zu Fuß auf einem naturbelassenen Wanderweg zu besichtigen. Wir gehen die 2km ab und gehen zum Schluss noch über die Brücke nach Sambia und natürlich wieder zurück nach Simbabwe. Der Weg ist da, aber durch das herabstürzende Wasser aufgeweicht und zum Teil rutschig. Ach so Wasser, egal was du anziehst, hinterher bist du Nass bis auf die Haut. Wir hatten Regenponchos bekommen, kannst du knicken. Ich dachte zeitweilig ein PKW in der Waschstraße zu sein. Wasser von allen Seien und natürlich auch Unterbodenwäsche. Die Natur erblüht hier in einem eigenen Gürtel um den Fall herum. Ein Vorteil, keine Affen, keine Mücken, nur sattes Grün.

Inzwischen sind auch unsere zwei Nachzügler eingetroffen. Thomas organisiert noch einen Heli Flug für sie und danach treffen wir uns zum Gang über die Brücke. Der Weg über die Brücke, ist mit Grenzkontrolle verbunden. Ausweise einsammeln, Thomas geht rein und alle hinterher, dann das Kommando „alle wieder raus in den Bus“ der Durchgangsraum wurde gerade aufgewischt. Einsteigen weiterfahren. Auf der Rückfahrt konnten wir durchfahren.

Kurzer Stopp noch an dem Victoriafalls-Bahnhof und dann zurück in unser Chalet. Im Chalet laufen die Affen frei herum und davor die Elefanten und Warzenschweine. Klingt komisch, ist so. Bitte nicht vergessen, wir sind in einem Nationalpark und es gibt keine Zäune. Also arrangiert euch mit den Tieren.

Tag 2-6:

Früh geht es los. Die Truppe ist pünktlich und los geht die Fahrt mit unserem Massagebus zur Landungsstelle unseres Sambesi-Traders.Die Fahrt ist hart an der Grenze des Vorstellbaren. Wenn der Ort vorbei ist, endet auch die befestigte Straße, schöne Grüße an die Bandscheibe. Ab jetzt wird es nur noch schlechter. Löcher, Querrisse ja sogar Mulder beim Verlassen der Fahrbahn.
Der Straßenbelag ist schon 40 Jahre alt und es kam nie was neues drauf. Nach einigen Stunden sind wir dann am Sambesi, der hier schon angestaut ist.
Am Ufer zwei Tenderboote für uns und dann weiter nach Osten zu unserem Schiff. Da steht es im Schilfgürtel und wartet auf uns, die Sambesi-Resi werden wir an den nächsten vier Tagen genießen. Der Kariba-Stausee ist einer der größten künstlichen Seen der Welt.

Er entstand in den 1950er-Jahren durch den Bau des Kariba-Staudamms am Sambesi-Fluss zwischen Simbabwe und Sambia.

Länge ca. 280km; Breite ca.40km; Tiefe ca. 97m; Fläche ca. 54000km2 - Wir werden die 280km abfahren !!

Dazu wird es in der ersten Nacht keinen Stopp geben und der Kapitän fährt nach Gefühl diesen Weg durch bis zum Frühstück. Die folgenden Nächte stoppen wir am Rand. Der See dient vor allem der Stromerzeugung und versorgt beide Länder mit elektrischer Energie. Außerdem ist er wichtig für Fischerei und Tourismus.
Spezieller Fisch ist der Kapenta. Diese winzige Fischart (eine Art Hering) wurde ursprünglich aus dem Tanganjikasee eingeführt. Er ist heute die wirtschaftlich wichtigste Fischart des Sees und dient als Grundnahrungsmittel in der Region. Nachts sieht man oft die Lichter der Kapenta-Boote, die den Fisch anlocken.
Rund um den See leben unter anderem Elefanten, Krokodile und Flusspferde. Geplant ist morgens und abends mit den Tenderbooten auf Safari und Ausschau nach Tieren, mittags zurück und weiterfahren sowie Siesta für uns. Am Ufer wird es eine Fischereiorganisation (Kolchose) geben die werden wir besuchen. Abends zum Sundowner eine Ausfahrt mit Gin Tonic und Eis gegen Malaria.

Mega Abenteuer !!

Wir haben so viel gesehen und erlebt. Der Dorfbesuch war interessant, da es keine Vorführung war. Wir kamen vorbei und schlenderten durch die Hütten, hinein ging es nicht Freundliche einfache Menschen die kleine Geschichten erzählt haben. Angeln gehen heißt Fisch holen.
Denn mit 5 Personen haben wir 115 Fische aus dem Wasser geholt, und das in drei Stunden. Wir haben sie der Bootsbesatzung überlassen, für sie ist das Grundnahrung und wir konnten so danke sagen für ihren Service.

Safari bedeutet, ran an das Ufer und dort steht Fanti und Zebra und der Rest der Klicke und säuft bzw. äst ungestört vor sich hin. Zwischendurch Affen und ein Kroko, sowie Vögel ohne Ende. Das kannstê nicht beschreiben, das muss man sehen. Am Ende ist die Staumauer am Ort Kariba, unserem Ziel.
Kurz vorher mündet noch der Sanyati River in den Stausee. Hier bogen wir am letzten Abend noch ab und fuhren ihn einige Meter hinauf. Danach mit Tenderbooten weiter und zurück in pechschwarzer Nacht mit Übernachtung im Fluss. Das Besondere ist, das der River durch eine Schlucht fließt und so ein eigenes Biotop entsteht. Kroko und Fanti waren auch da.

Tag 7:

Anlegemanöver in einer kleinen Bucht die man Hudson's Andora Harbour nennt. Nicht mit unseren Maßstäben vergleichbar. Dort in den Bus und 15 Minuten zu unserem Chalet Crowned Eagle Boutique Hotel.

Das Besondere daran, es liegt auf dem Gipfel eines Berges und schaut weit auf den Stausee. Mega. Aber nicht lang schnacken und weiter geht es nach dem beziehen der Zimmer zur Staumauer.
Hinweis vom Guide „Ausweis nicht vergessen“, doch es gibt immer einen der ihn dann doch vergisst. Grenzkontrolle und mit dem Bus über die Staumauer nach Sambia, aussteigen und zu Fuß zurück nach Simbabwe.
Ist schon Irre, da geht es von einem Land zum anderen und im Unterbecken der Mauer tummeln sich die Kroko`s. Nach der Abfahrt noch einen kleinen Trödelmarkt besucht, da er der einzige sein wird den wir begegnen. Eine kleine Bibliothek gab es dort auch, wo Originaldokumente vom Bau der Staumauer eingesehen werden können. Danach reicht es. Zurück zum Chalet und noch Ausblick und Service genießen, denn hier bleiben wir ja nur diese eine Nacht.

Tag 8-12:

Mal wieder früh raus und in unseren Massagebus. Es geht über Wege und unbefestigte Straßen zum Bootsanleger der The Mana Pools Transfer Company. Mit dem Schnellboot zur Mana Pools Safari Lodge im Nationalpark. Hier wartet jetzt das Buschabenteuer. Mit einem Buschjeep vom Anleger in unser Lodge, jeder bekommt eine eigene Hütte die sensationell ausgerüstet ist für ein Buschlager.
Da wir hier in der Wildnis leben gibt es die Besonderheit nicht ohne Ranger unterwegs sein, auch nicht auf dem Weg zur Lodges und nachts die Lodges nicht verlassen. Sollte ein Problem auftreten dann mit einer Signalhupe sich bemerkbar machen. Wir benötigen sie nicht, auch wenn an einem Abend der Elefant vor der Tür steht und Äste von unserem Baum abbricht. Im Dunkeln beobachte ich ihn und bin erstaunt, dass er sich nicht stören lässt.
Früh auf Safari, Abends zur Sundowner-Safari wieder los. Alle Tiere die möglich sind im Busch getroffen. Durch Hecken gefahren, kleine Tümpel gequert und Hügel rauf und runter nur um sie zu treffen:

Löwen, Zebras, Gnus, Impalas, Baboon, Meerkatzen, Hippos, Antelope, Schakal, Springbock, Wasserbock, Hyänenhund, Weißkopfadler, Seeadler, Schlangen, Warzenschweine, Webervögel, und weitere, denn es endet nicht.

 

 

 

 

 

Eine Nachtfahrt nach unserem Sundowner, einen Busch-Trail am frühen Morgen und Lagerfeuerromantik mit Sternenkunde. Wir konnten „das Kreuz des Süden“, den „Orion“ sehen , dazu noch Planeten wie Mars, Venus und Jupiter. Das alles Jenseits von Afrika. Das genaue Beschreiben unserer Buschtrail`s ist ein eigener Aufsatz. Es ist zu viel passiert um hier auf alles eingehen zu können.

Am Abreisetag steht wieder was Neues an. Wir werden zu einem Buschlandepiste gebracht und mit einem Buschflieger für 12 Personen ausgelegt ausgeflogen. Alle rein, einer auf den Platz vom Kopiloten und schon ging es ab.

Rollen über Grasnarbe ist ungewöhnlich, der Flug ein wenig kippelig, doch die Landung spektakulär. Die kleine Kiste setzt zum ersten mal auf und hebt wieder ab durch die Unebenheit der Piste.
Danach Holter die Polter über die Landebahn, ich kann sehen wie Affen noch die Bahn verlassen und schaue später nach ob wir einen erwischt haben. Nein, alle Affen sind in Sicherheit und wir auch. Wir sind ca. 90 Minuten zu unserem letzten Aufenthaltsort geflogen, der schon in der Nähe von Harare liegt.
Es handelt sich um die Pamuzinda Safari Lodge.

Hier sind wir jetzt in einem gesicherten Bereich mit Zaun. Der Unterschied ist
- hier wird aufgeräumt. Umgestürzte Bäume, leblose Tiere usw.
- in Mana Pools bleibt alles wie es ist und die Natur regelt es selbst.

Wir besuchen gleich noch die Chengeta Grundschule, die in unmittelbarer Nähe liegt. Leider sind Ferien und so haben wir nur Kontakt zum Schulleiter. Er zeigt uns das Anwesen, die Klassenräume und die Sportanlage. Ich höre schon Stolz heraus, über die Arbeit welche hier geleistet wird. Bitte nicht mit unserem System vergleichen, hier ist es neben dem Bildungsauftrag auch eine Betreuung von Kindern.
Sie erhalten hier eine Schulspeisung, Für einige Kinder die einzige Mahlzeit am Tag.
Wir haben kleine Sachspenden vor Ort gelassen und hoffen damit ein Lächeln in die Gesichter der Kinder zu zaubern.

 

Unser Tag endet mit einem Sundowner in der Lodges und dem planen unseres letzten kompletten Tages.

Tag 13:

Heute ist für jedem etwas dabei. Kanu fahren, Ausreiten, Buschtrail, Elefanten streicheln, oder auf der Terrasse sitzen und zur Ruhe kommen.
Einige werden zwei Aktivitäten planen, doch für mich reicht das Ausreiten. Ich bin mit meiner Wahl sehr zufrieden, denn mit dem Jeep haben wir die Tiere immer ein wenig gestört. Ich habe hunderte von Aufnahmen die die Tiere von hinten zeigen. Doch mit dem Pferd passiert es,
das wir vier Reiter mittendrinn in der Zebraherde sind. Impalas nur 3m neben uns stehen oder Affen auf uns zu kommen.
Das Pferd wird als ungefährlich angesehen und uns Reiter wird keine Beachtung geschenkt. So können wir unser letzte Groß-Tier bewundern. Giraffen in freier Natur, sehr majestätisch. Eine Ausfahrt bringt uns wieder in den Busch und bei Snacks und Lagerfeuer natürlich mit Gin-Tonic baumelt die Seele den letzten Tagen hinterher.

Doch im Halbdunkeln kommen Mitarbeiter der Lodges und tanzen für uns einen für Europäern ungewöhnlichen Tanz und die Frauen singen rhythmisch immer die gleiche Strophe. Es erinnert ein wenig an Ahnenkult, da die Männer in bunten Kostümen gekleidet sind.
Doch auf Nachfrage nach der Darbietung stellt sich raus, es ging mal wieder um Liebe.
Die Frauen forderten „mein Mann soll am besten tanzen“ und der beste darf dann später mit in die Hütte zur Dame. Naja wer will schon Sieger sein.

Tag 14:

10 Personen Abreise aus der Lodges mit Bus zum Airport Harare. 2 Personen bleiben noch einen Tag.

Dann 8 Personen weiter nach Johannesburg. 4 Personen fliegen nach Mosambik.

In Johannesburg trennten sich die Wege von Thomas, der weiter nach Kappstadt flog.

Für uns sechs ging es mit Nachtflug zurück nach Frankfurt.
Morgens angekommen um 0530 Uhr das übliche Prozedere.

Gepäck holen, Auto holen, Rückfahrt die Stressfrei war und zu Hause vor dem leeren Kühlschrank stehen.

 

Bis die Tage.